1. Wahl des ersten Modells

Kindern bis ca. 12 Jahren empfehlen wir auf jeden Fall den Einstieg mit einem einfachen Freiflug-Segelmodell ohne Fernsteuerung. Damit können die ersten Bauerfahrungen gesammelt und grundsätzliche Kenntnisse im Umgang mit dem Schwerpunkt gesammelt werden. Auch Raketenmodelle oder Kreisflugmodelle können bei Beaufsichtigung durch Erwachsene einen guten Einstieg in die Technik des Flugmodellbaus bieten. Ab ca. 12 Jahren, bei guter Betreuung auch früher, kann der Einstieg auch mit einem ferngesteuerten Modell erfolgen. Dabei empfehlen wir ein einfaches, nur über Höhen- und Seitenruder gesteuertes Segelflugmodell. Bei guter Betreuung durch einen erfahrenen Modellflugpiloten kann auch ein entsprechendes Hochdecker-Motormodell zum Einsatz kommen. Alle Trainermodelle haben eines gemeinsam: Sie verfügen über eine hohe Eigenstabilität und geraten deshalb nicht zu schnell in Fluglagen, die den Anfänger überfordern.

Helikopter? Direkt mit einem Helikopter einzusteigen, davon raten wir angesichts der sehr hohen Anforderungen an die Koordination der Steuerbefehle, die auch erfahrene Flächemodellpiloten vor grosse Herausforderungen stellen, dringend ab.

Lassen Sie sich beim Kauf des ersten Modells und des Zubehörs auf jeden Fall durch einen ausgewiesenen Modellbau-Fachhändler beraten! Adressen finden Sie auf dieser Website unter "Anbieter" (Menü links). Dort finden Sie auch Adressen von professionell geführten Modellflugschulen.

Jugendliche und Erwachsene Einsteiger finden auf jeden Fall optimale Unterstützung in einer Modellfluggruppe. Adressen von Modellfluggruppen in Ihrer Nähe finden Sie unter dem Menüpunkt "Linkliste". In der Regel bewirbt man sich zuerst um Aufnahme als Gastmiglied, um nach einem Jahr Vollmitglied zu werden.

2. Weitere Modellflugkarriere

Sobald das Einsteigermodell sicher beherrscht wird, empfehlen wir das weitere Aufsteigen wie folgt:

Segelflug:

1. Umsteigen auf ein über alle Achsen gesteuertes, nicht zu schweres Allround-Modell (allenfalls auch Elektrosegler) von ca. 3 m Spannweite. Wo dies betrieben wird: Einstieg in Segelschlepp.

2. Über alle Achsen gesteuertes Leistungsmodell von ca. 3 m Spannweite. Einstieg in Kunstflug oder Wettberbskategorien.

3. Erst wenn obige Modelle sicher beherrscht werden: Einstieg in Grosssegler.

Motorflug:

1. Umsteigen auf ein über alle Achsen gesteuertes Hochdecker-Trainermodell. Dieses ist um sämtliche Achsen steuerbar, ermöglicht auch einfachen Kunstflug, verfügt aber immer noch über eine recht hohe Eigenstabilität.

2. Umsteigen auf ein über alle Achsen gesteuertes Tiefdecker-Trainermodell. Damit können bei erhöhter Wendigkeit sämtliche Kunstflugfiguren geübt werden.

3. Motormodelle unter 2m Spannweite mit Sonderfunktionen wie Einziehfahrwerk, Landeklappen etc.

4. Erst wenn obige Modelle sicher beherrscht werden: Einstieg in Grossmodelle.

Helikopter:

1. Idealerweise zuerst Erfahrung mit über alle Achsen gesteuerten Segel- oder Motorflugmodellen sammeln.

2. Erst jetzt (sofern der Einstieg nicht über einen Kurs bei einer Modellflugschule erfolgt): Umstieg auf einen Einsteiger-Helikopter. Lassen Sie sich auch dabei auf jeden Fall durch einen erfahrenen Fachhändler beraten.

3. Erst nach Beherrschen des Einsteiger-Helikopters: Modelle höherer Komplexität mit Kunstflugtauglichkeit.

3. Geheimtipp: PC-Flugsimulatoren

Mittlerweile gibt es im Fachhandel eine ganze Reihe von Simulatoren für das Training des Modellflugs am PC. Damit lassen sich die ganz grundsätzlichen Fertigkeiten für das Steuern eines Flugmodells auch bei schlechtestem Wetter ohne jegliches Bruchrisiko trainieren. Selbst Kunstflug kann mit den in der Regel sehr ausgereiften Software-Produkten ohne Risiko trainiert werden.